SPD Kernen - Korb

Demokratie lebt von Regeln

Das wesentliche an unserer politischen Ordnung ist nicht, dass wir zuverlässig „die Besten“ ins Parlament wählen. Wir hoffen das zwar, aber man kann sich irren. Menschen ändern sich, oder sind den Anforderungen des Amtes nicht gewachsen. Auch Sozialdemokraten würden nicht behaupten, dass sie automatisch (!) der bessere Kandidat wären. 

Das Wesentliche an unserer Ordnung ist vielmehr, dass jemand mit politischer Macht nicht zu viel Schaden anrichten kann. Dass man die Macht wieder aus seinen Händen nehmen kann. Dass diese Machtübergabe friedlich erfolgt und dabei keine Gewalt angewendet wird.  

Damit das funktioniert, gilt es Regeln zu beachten. 

1. Hast und Eile gefährden die Wahl. 

Es klingt so verlockend und kraftvoll: die Neuwahlen müssen „jetzt gleich“ stattfinden. 

Aber damit eine Wahl glaubwürdig ist, damit sie die friedenstiftende Funktion ausüben kann, muss sie solide vorbereitet werden. Wenn etwas schiefgeht, ist das keine Bagatelle. Welche Konsequenzen Organisations-Fehler haben, das konnte man unlängst am Beispiel der zu wiederholenden Wahlen in Berlin sehen. 

Das sollte eigentlich allen Demokraten eine ernsthafte Warnung sein. Wer zur politischen Profilierung „schnelle Wahlen“ fordert, der ignoriert damit Warnungen der Wahlleiter. Er gefährdet damit das Funktionieren dieser demokratischen Grundfunktion.  

Er bereitet die nächste Welle der Verschwörungserzählungen vor; die spalterischen Trolle von AFD und Putin brauchen sich dann nur noch zu bedienen. 

2. Streit ist wichtig.  

Streit ist kein Hindernis auf dem Weg zur politischen Aktion, sondern eine unentbehrliche Voraussetzung, am Ende weise zu handeln. 

Dieser letzte Satz ist ein Zitat. Es stammt vom athenischen Feldherr Perikles aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Es lohnt sich, auch heute sich die damalige Lage vor Augen zu halten. Athen befand sich im Krieg mit Sparta.  

Man kann in vielerlei Hinsicht sagen, dass damals Sparta eine ähnlich rassistisch-militaristische Rolle wie in der heutigen Welt „Russlands“ spielte! Dieser Macht gegenüber stand Athen: eine weltoffene Stadt, die vom Handel lebte. Und in der – weil das mit internationalem Handel automatisch verbunden ist! – Respekt und Toleranz gegenüber Fremden verteidigt wurde. 

Perikles wies in seiner Rede – es war die Totenehrung der Gefallenen Soldaten – auch darauf hin, dass diese Werte nach außen und innen gelten. Auch im Streit mit dem politischen Gegner, auch im täglichen Umgang miteinander. „Die Freiheit, derer wir uns erfreuen, gilt für alle Bereiche. Wir verdächtigen einander nicht, wir nörgeln nicht an unserem Nachbarn rum – nur weil er es vorzieht, etwas anders zu leben als wir…“ 

Diese Ermahnung ist leichter gesagt als getan. Aber wir sollten versuchen, sie zu beherzigen wenn es jetzt in den Wahlkampf geht. Unsachlichkeit und Dämonisierung des politischen Gegners befördert nur das Geschäft der Populisten. 

3. Sozialdemokratie – streitbar und pragmatisch seit 1863 

Populismus kann Wahlen gewinnen. Mit Vereinfachung, Verächtlichmachung, Hetze, Angst, Halbwahrheiten und ausgemachten Lügen…  Die Versprechen klingen handfest: "grundsätzlich neu anfangen…", "alles anders machen, als bisher….", „wenn nur die Bürokratie nicht wäre!“, "das ganze System muss weg..."   

Aber Populismus versagt in der Regierungsverantwortung. Nach gewonnener Wahl kommt der Realitätsschock. Man kann ja mal bei Herrn Sesselmann schauen, was unter AFD-Führung im Landkreis Sonneberg besser geworden ist.  

Sozialdemokratie spielt grundsätzlich in einer anderen Liga. Wir versprechen keine einfachen Lösungen. Wir gehen von der Lage aus – vom Status Quo. Wir arbeiten an Verbesserungen in konkreten Schritten, ohne unsere Gesellschaft im Ganzen in Frage zu stellen. Weil es wichtig ist, eine Sache zu verstehen, bevor man sie ändert. Zusammenhängen, Sachzwängen, Zielkonflikten…   

Wenn wir um das Vertrauen der Wähler werben, dann nicht deswegen, weil wir "alles besser wissen", "moralisch auf der guten Seite stehen", "die besseren Menschen ins Rennen schicken"… Wir bewerben uns um Verantwortung, weil wir ernsthaft an Lösungen für anstehende Probleme arbeiten. Ohne Scheuklappen, und ohne Hetze. 

Aktuelles aus dem Gemeinderat

Während der 12-wöchigen Karenzzeit vor den Kommunalwahlen am 09.06.2024, in der wir keine Berichte im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen i.R. veröffentlichen dürfen, werden wir an dieser Stelle aus dem Gemeinderat berichten.

Beschlüsse des Gemeinderats:
Neufassung der Feuerwehrentschädigungssatzung
Bebauungsplan für das Gewerbegebiet „Lange Äcker III“ beschlossen
Neuschaffung einer Stelle im Bereich Biodiversität und Streuobstwiesen

Politischer Aschmittwoch in Ludwigsburg - Hochmotiviert in den Endspurt

Der Politische Aschermittwoch der Landespartei war auch Start zu einem eindrucksvollen Wahlkampf-Endspurt. Unser Spitzenkandidat Andi Stoch schwor die Genossinnen und Genossen darauf ein, in den verbleibenden zweieinhalb Wochen unsere Partei und die Kandidierenden für die Landtagswahl mit vollem Einsatz zu unterstützen. Wie jedes Jahr waren die Parteimitglieder in großer Zahl im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg erschienen.

Gastredner war Generalsekretär Tim Klüssendorf. Er und Stoch sahen gute Chancen, mit sozialdemokratischer Sozialpolitik auf den letzten Metern Boden gutzumachen. Die CDU verspiele mit Unterstellungen wie, die Deutschen arbeiteten zu wenig und vergnügten sich in Lifestyle-Teilzeitjobs, Sympathiepunkte auch in den eigenen Reihen.

Klüssendorf und Stoch erwähnten die AfD nur beiläufig. Das reichte. Jedem und jeder im Saal war klar und zeigte dies durch anhaltenden Beifall, dass die Bekämpfung der gesichert rechtsextremen Partei bei dieser Landtagswahl am 8. März die größte Herausforderung ist. Es geht um unsere Demokratie. Der Politische Aschermittwoch in Ludwigsburg gab die nötige Motivation für einen engagierten Endspurt.

Wie es mit der Murr-Bahn weitergehen sollte

Die Murr-Bahn muss besser werden. Dafür stehe zuallererst das Land in der Pflicht, betonten SPD-Landtagskandidatin Simone Kirschbaum (Wahlkreis Backnang) und der SPD-Landtagskandidat Danny Multani aus dem benachbarten Wahlkreis Schwäbisch Hall am Montag (09.02.26) in Backnang.

Andi Stoch in Schorndorf: vielen Dank für eure Unterstützung

Unsere Veranstaltung mit Andi Stoch in Schorndorf war ein toller Erfolg. Viele Besucher*innen sind am Sonntag (1. Februar 2026) in den Club Manufaktur gekommen. Der große Saal war voll. Vielen Dank!

Wir haben für unser Thema „Arbeitsmarkt im Wandel“ mit Jasin Keskin, Hans-Ulrich Schmid und Günther Schlachter die richtigen Gesprächspartner für unseren Spitzenkandidaten aufs Podium geholt. Ihre Wortbeiträge waren konstruktiv und bereichernd.

Herzlichen Dank auch für die musikalische Begleitung durch Sängerin und die beiden Musiker von der Musikschule Schorndorf.

Andi Stoch kommt in die Manufaktur

Unser Spitzenkandidat Andreas Stoch kommt am Sonntag, 1. Februar um 11 Uhr in den Club Manufaktur nach Schorndorf (Hammerschlag 8). Die Kandidaten Peter Hutzel (Wahlkreis Schorndorf), Simone Kirschbaum (Wahlkreis Backnang) und Bettina Süßmilch (Wahlkreis Waiblingen) haben ihn eingeladen, um mit ihm und Betroffenen über die aktuellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt zu sprechen.

Gut ausgebildete junge Leute, eben noch von Unternehmen heiß begehrt, bekommen nicht mehr als Zeitverträge angeboten. Sie werden Beschäftigte auf Abruf. Ü55-Arbeitnehmer*innen, kürzlich von ihren Chefs als bewährte Fachkraft gepriesen, werden von heute auf morgen mit Abfindungen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.

Stoch stellt außerdem das Wahlprogramm vor. Die Bürgerinnen und Bürger sind zum Austausch herzlich eingeladen. Junge Musiker der Musikschule Schorndorf begleiten die Matinee-Veranstaltung. Ende wird etwa 13.30 Uhr sein.

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20.02.2026, 08:00 Uhr - 12:00 Uhr Infostand mit Simone Kirschbaum

20.02.2026, 13:00 Uhr - 16:00 Uhr Infostand mit Bettina Süßmilch

20.02.2026, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr Infostand mit Peter Hutzel

20.02.2026, 14:00 Uhr - 16:30 Uhr Infostand mit Bettina Süßmilch

20.02.2026, 16:30 Uhr - 18:00 Uhr Stadtteilspazierung

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Alexander Bauer